Die Ausgrabung des Groggentälers

Die Ausgrabung des Groggentälers aus dem Groggensee am Glombigen Donnschtig ist seit der "Ur"-Ausgrabung im Jahre 1956 zum festen Ritual der Fasnet in Ehingen geworden.

Bei Einbruch der Dunkelheit und in gespenstischer Atmosphäre versammeln sich die Dämonen um den Groggensee, um Ihren Meister den "Groggentäler" zu suchen und zum Leben für die Fasnet zu erwecken. Mit Booten und Fackeln kämpfen sie sich mühsam durch den seichten See bis sie schließlich fündig werden.

Der Groggentäler liegt noch geschwächt auf dem Grund des Sees und muss mit aller Kraft ins Boot gezerrt werden. Während alle Augen die Fahrt der Boote mit dem "Meister" auf dem Groggensee verfolgen, kocht und brodelt bereits der Sud im Kessel der Wilden Weiber, der den Groggentäler stärken und zum Leben erwecken soll.

Das Boot erreicht den Steg und der Groggentäler wird auf einer Bahre zum Kessel der Hexen gebracht. Sofort wird ihm der Sud eingeflößt... ein Schluck...zwei Schluck... drei Schluck... vier Schluck...fünf Schluck...sechs Schluck... sieben Schluck....und dann auf einmal daaaaaaaahhhh, der Groggentäler erwacht zu neuem Leben und ist wieder unter seinen Dämonen. Das Feuerwerk zu Ehren des Groggentälers wird gezündet ... danach zieht die närrische Versammlung zum Marktplatz, um den Regierungswechsel der Stadt an den Spritzenmuck zu vollziehen.

 

(C) Narrenzunft Spritzenmuck e.V. 2008