Kügele

Am Anfang war eine Frage

Die Narrenzunft Spritzenmuck hatte schon  in den frühen Jahren den Narrenruf Kügele-Hoi. Auch verteilte der Pfannenmate an den Umzügen Ehinger Kügele. Doch warum gibt es dann keine Ehinger Fasnetsfigur, die das Kügele verkörpert ?
Diese Frage stellte sich zurecht der damalige Zunftmeister der Matekapelle – Albert Maier .

In Anlehnung an die Weißnarren sollte eine lachende, freundliche Narrenfigur entstehen, als Kontrast zu den bestehenden Wilden Weibern und Dämonen. Das Häs sollte anfangs aus einem weißen Leinenanzug bestehen, das mit Stadtmotiven bedruckt sein sollte und einer Schürze mit großen Holzkugeln. Diese Idee wurde aus Kostengründen verworfen und es gab auch Bedenken hinsichtlich der Haltbarkeit des Drucks bei Nässe. Deshalb setzte sich am Ende die Idee durch bunte Wollponpons auf den Leinenanzug aufzunähen.

Die Entwicklung
1960 gab Albert Maier die Fertigung der Maske bei Eduard Hermanutz in Auftrag. Dies geschah auf eigene Kosten. Am Zunftball 1961 trat er dann zur Überraschung aller Anwesenden mit seiner damaligen Sekretärin Irmgard Bumiller in diesem Häs auf und stellte es als die Ehinger Kügele vor. Nicht alle waren von der Idee begeistert, aber bald gab es weitere Bewerber und 1962 wurde die Existenz der Ehinger Kügele der Schwäbisch Alemannischen Vereinigung mitgeteilt und besiegelt.

Das Große Kügele
Schon in den 70-er Jahren wollte der damalige Zunftmeister Müller eine Einzelfigur der Kügele. Zuerst entstand ein Häs mit großen Wollponpons. Allerdings noch mit einer Maske in normaler Größe. Erst zwei Jahre später wurde die große Holzmaske gefertigt. Auch diese Figur war am Anfang im Narrenrat nicht unumstritten, setzte sich aber letztendlich durch und wurde 1982 von der Vereinigung genehmigt.

Traditionell beginnen die Kügele den Jahres- und somit  auch den Fasnetsauftakt immer am ersten Samstag nach Dreikönig mit dem „Häsabstauben“.
In diesem Rahmen werden die neuen Mitglieder mit Kügele- und Sauerkrautessen aufgenommen.